Bevor es losgeht, ein paar Begriffe, die du in der Anleitung immer wieder liest.
Was macht eine CNC-Fräse?
Eine CNC-Fräse bewegt ein sich schnell drehendes Werkzeug – den Fräser – computergesteuert durch ein Stück Material, das Rohteil. Dabei wird Schicht für Schicht Material abgetragen, bis das gewünschte Bauteil übrig bleibt. „CNC“ steht für Computerized Numerical Control, also computergesteuert.
Die Achsen X, Y und Z
- X – links/rechts
- Y – vorne/hinten
- Z – hoch/runter
- A – Drehachse um X (nur Maschinen mit 4. Achse, z. B. Makera Z1 Pro mit Drehmodul)
Der Nullpunkt (auch „Werkstücknullpunkt“) ist der Punkt, von dem aus alle Bewegungen gemessen werden. Meist ist das eine Ecke oder die Mitte der Rohteiloberseite.
Werkzeuge
- Schaftfräser (flach): Der Allrounder für Taschen, Konturen und Planflächen.
- Kugelfräser: Rund an der Spitze, für glatte 3D-Oberflächen.
- Fasen- und Gravierfräser: Spitz zulaufend, für abgeschrägte Kanten und Gravuren.
- Bohrer: Für runde Löcher.
- Gewindefräser: Für Innen- und Außengewinde.
- Maisfräser: Grobe Verzahnung, für schnelles Abtragen (Untergruppe der Schaftfräser).
Jeder Fräser hat einen Schaft (der Teil, der eingespannt wird) und eine Schneide (der Teil, der schneidet). Eingespannt wird der Schaft in einer Spannzange, deren Durchmesser zum Schaft passen muss (z. B. 3,175 mm, 4 mm oder 6 mm).
Schnittwerte
- Drehzahl (U/min): wie schnell sich der Fräser dreht.
- Vorschub (mm/min): wie schnell der Fräser sich durch das Material bewegt.
- Zustellung (mm): wie tief der Fräser pro Durchgang eintaucht.
- Bahnabstand (mm oder %): wie weit zwei benachbarte Fräswege auseinanderliegen.
MakeOrbit CNC Studio übernimmt diese Werte aus einem geprüften Werkzeugkatalog. Im Geführten Modus musst du sie nicht kennen.
Schruppen und Schlichten
- Schruppen: Schnell viel Material entfernen. Die Oberfläche bleibt grob, ein kleines Aufmaß (Restmaterial, z. B. 0,2 mm) bleibt stehen.
- Schlichten: Langsam und fein die endgültige Oberfläche herstellen.
Spannmittel und Aufspannung
Das Rohteil muss fest auf der Maschine sitzen. Dafür gibt es Spannmittel (Klemmen, Spannbacken, Schraubstock). Die Art, wie das Rohteil auf der Maschine liegt und befestigt ist, heißt Aufspannung. Wird ein Teil von mehreren Seiten bearbeitet, braucht jede Seite eine eigene Aufspannung.
Haltestege und Opferplatte
Wenn ein Teil komplett aus einer Platte ausgeschnitten wird, würde es sich am Ende lösen und herumfliegen. Deshalb lässt man kleine Haltestege stehen, die du danach mit Säge oder Feile trennst. Eine Opferplatte unter dem Rohteil schützt den Maschinentisch beim Durchfräsen.
NC-Datei und Postprozessor
Die NC-Datei (auch G-Code) ist die Befehlsliste, die die Maschine abarbeitet. Jede Maschinensteuerung versteht einen etwas anderen Dialekt. Der Postprozessor („Post“) übersetzt die berechneten Fräswege in genau den Dialekt deiner Maschine.
